Geisterfahrer
27.02.2010

Aktion gegen Geisterfahrer Teil 2

Die Aktion an der Celler Straße wurde auch von Radio Okerwelle und der BZ für die Berichterstattung besucht.

Geisterfahrer? - Einer? Tausende!!!!!

Die ADFC-Aktion gegen Geisterradler auf der falschen Radwegseite fand am 17. Juli 2008 seinen Abschluss. Auf der Celler Straße wurden sehr viele RadfahrerInnen angehalten, die stadtauswärts auf der linken Radwegseite unterwegs waren. Einige zeigten sich einsichtig, andere fuhren schnell an den Aktiven vorabei, die mit einer Informationsbroschüre auf die Gefahren aufmerksam machten.

HINTERGRÜNDE:
Aktion GELBE KARTE gegen Geisterfahrer von Matthias Fischer, Jörg Flötotto

Haben Sie das auch schon erlebt -GEISTERFAHRER!!- und sich total erschreckt? Der ADFC Braunschweig führte im Frühjahr / Sommer die Aktion GELBE KARTE durch, um über Risiken und Nebenwirkungen vom unzulässigen Fahren auf dem Radweg in entgegengesetzter Richtung aufzuklären und Geisterfahrer nach ihren Motiven für dieses Verhalten zu befragen.

Auch für Fahrradfahrer gilt im öffentlichen Straßenverkehr grundsätzlich das Rechtsfahrgebot. Nur wenn es mit Schildern ausdrücklich gekennzeichnet ist, darf ein ausreichend bereiter Radweg in beide Richtungen befahren werden. Der ADFC meint, dass dies aber die Ausnahme bleiben sollte!

Geisterfahrer werden von anderen Verkehrsteilnehmern, vor allem aber auch von anderen Radfahrern zunehmend als Belästigung oder Bedrohung empfunden. Dass dies nicht nur eine subjektive Empfindung ist, beweist die Unfallstatistik der Braunschweiger Polizei. Die Benutzung der falschen Fahrbahn incl. der Radwege ist seit Jahren mit Abstand die Nummer 1 der von Radfahrern verursachten Unfälle (im letzten Jahr waren 44 % aller von Radfahrern verursachten Unfälle auf Geisterfahrten zurückzuführen!).

Beim Ausweichen vor dem entgegenkommenden Radfahrer besteht die Gefahr, Fußgänger zu gefährden oder auf die Straße abgedrängt zu werden. Hierdurch kam es in Hamburg sogar zu einem tödlichen Unfall. Besonders in Kreuzungsbereichen und Ausfahrten kommt es häufig zu Unfällen mit anderen Verkehrsteilnehmern, die nicht mit Radfahrern aus der falschen Richtung gerechnet haben. Das Unfallrisiko im Kreuzungsbereich ist beim Befahren des Radweges in falscher Richtung um ein vielfaches höher als auf der rechten Fahrspur.

Unsere ersten Aktionen haben gezeigt, dass sich viele der Radfahrer, die in der falschen Richtung unterwegs sind, gar nicht bewusst sind, welcher Gefährdung sie sich selber aussetzten. Viele der angesprochen Radfahrer waren sehr verwundert über die erheblichen Unfallzahlen, die durch das Radfahren auf der falschen Seite verursacht werden. Dies zeigt, dass auch zukünftig eine massive Aufklärungsarbeit erforderlich sein wird, um das Bewusstsein für die Gefährdung durch das Geisterfahren zu schärfen, damit Unfälle durch Geisterfahrten in Zukunft die Ausnahme werden.

Eine Geisterfahrt hat häufig ihre Ursache in einer für den Radfahrer ungünstigen Verkehrsführung. Ein kurzes Stück Fahrt auf der falschen Seite spart häufig Zeit und Warterei an roten Ampeln. Der ADFC fordert deshalb schon seit Jahren zusätzliche Querungsmöglichkeiten von Hauptverkehrsstraßen, auf Fußgänger und Radfahrer abgestimmte Ampelschaltungen sowie gute Radwege, besser noch Radfahrstreifen auf beiden Straßenseiten.

 

Aktion gegen Geisterfahrer Teil 1

Geisterfahrer, gemeint sind hier Fahrradfahrer, die den Radweg unzulässigerweise in der falsche Richtung befahren, werden von anderen Radfahrern zunehmend als Belästigung oder Bedrohung empfunden. Das dies nicht nur eine subjektive Empfindung ist, beweist die Unfallstatistik der Braunschweiger Polizei. Die Benutzung der falschen Fahrbahn incl. der Radwege ist mit Abstand die Nummer 1 der von Radfahrern verursachten Unfälle.

Aus diesem Grund wird der ADFC Braunschweig nach den Sommerferien eine Aktion starten, um Geisterfahrer anzuhalten, auf die Risiken aufmerksam zu machen und nach ihren Motiven für dieses Verhalten zu befragen. Eine ungünstiger Verlauf des Radweges kann z. B. die Ursache sein.